Laufende Verträge

Der Wartungsvertrag läuft seit Jahren. Die Frage ist: für wen?

Wartungs- und Managed-Services-Pauschalen sind das stabilste Geschäftsmodell der IT-Branche — und der am seltensten geprüfte Kostenblock im Mittelstand. Verträge stammen aus einer Zeit, in der das Unternehmen anders aussah; Leistungen werden pauschal bezahlt, aber nie abgeglichen; Verlängerungsklauseln laufen still weiter. Wir prüfen, was Sie bezahlen, was Sie bekommen und was davon Sie überhaupt brauchen.

Abschnitt 1

Die fünf Punkte, an denen Wartungsverträge Geld verlieren

  • Leistungsumfang vs. Realität: Bezahlte Proaktiv-Leistungen (Monitoring, Patch-Management, Backup-Tests), die nachweislich nicht oder nur auf Zuruf erbracht werden
  • Veraltete Mengengerüste: Pauschalen für Serverzahlen und Arbeitsplätze, die es so nicht mehr gibt
  • Marktvergleich: Stundensätze und Pauschalen gegen das aktuelle Preisniveau der Region Berlin-Brandenburg
  • Bindung: Automatische Verlängerungen, lange Kündigungsfristen und Exit-Hürden wie fehlende Dokumentationsherausgabe
  • Reaktionszeiten: Vereinbarte SLAs, die im Störfall keiner nachhält — und ob sie zu Ihrer tatsächlichen Ausfallkritikalität passen

Abschnitt 2

Ergebnis: eine Verhandlungsvorlage, keine Schuldzuweisung

Der Prüfbericht listet jede Vertragsposition mit Einstufung und Marktvergleich und formuliert konkrete Anpassungspunkte. Viele Auftraggeber bleiben danach beim bestehenden Dienstleister — zu korrigierten Konditionen. Das Gespräch führt sich leichter mit einer unabhängigen schriftlichen Bewertung in der Hand als mit einem Bauchgefühl.

Abschnitt 3

Der richtige Zeitpunkt

Ideal ist die Prüfung drei bis vier Monate vor der Kündigungsfrist — dann bleibt Zeit für Nachverhandlung oder geordneten Wechsel. Aber auch mitten in der Laufzeit lohnt der Blick: Nicht erbrachte Leistungen sind auch rückwirkend ein Thema, und die nächste Verlängerung kommt schneller als gedacht.

Fragen & Antworten

Häufige Fragen zu diesem Thema

Woher wissen Sie, was IT-Wartung in unserer Region kosten darf?

Weil wir als Systemhaus im selben Markt kalkulieren: Wir kennen die realen Pauschalen und Stundensätze zwischen Berlin, Potsdam und dem Havelland aus laufenden Verträgen — nicht aus Preislisten. Genau dieser Vergleich macht die Bewertung belastbar.

Ist das nicht heikel — ein Systemhaus bewertet die Verträge anderer Systemhäuser?

Es ist die Voraussetzung für Marktkenntnis, und die Trennung ist klar: Wir erhalten keine Provision, die Bewertung verpflichtet Sie zu nichts, und der Bericht funktioniert mit jedem Anbieter — auch mit Ihrem bestehenden. Bezahlt wird nur die Prüfung, deshalb darf ihr Ergebnis auch lauten: Der Vertrag ist fair.

Was brauchen Sie von uns für die Prüfung?

Den Vertrag mit Leistungsbeschreibung, die letzten Rechnungen und — falls vorhanden — Ticketlisten oder Berichte des Dienstleisters. Plus fünf Minuten für unser Anfrageformular; der AVV entsteht automatisch.

Wie schnell rechnet sich die Prüfung?

Eine Vertragsprüfung kostet typischerweise 2–3 Stunden à 199,95 € zzgl. MwSt. Schon eine um 100 € monatlich korrigierte Pauschale spart 1.200 € im Jahr — bei den Beträgen, um die es in Managed-Services-Verträgen wirklich geht, liegt der Hebel meist deutlich höher.

Wann wurde Ihr Wartungsvertrag zuletzt geprüft?

Wenn die Antwort „nie" lautet: Anfrage stellen. Prüfung vor der nächsten stillen Verlängerung.

Anfrage stellen — AVV automatisch