Betriebssystem-Umstellung
„Alles muss neu wegen Windows 11" — muss es das wirklich?
Das Support-Ende von Windows 10 ist das größte IT-Verkaufsargument des Jahrzehnts: Ganze Geräteflotten werden zum Austausch empfohlen, oft pauschal und ohne Einzelprüfung. Tatsächlich ist ein Teil vieler Bestände Windows-11-fähig, ein weiterer Teil mit gezielten Aufrüstungen — und nur der Rest wirklich zu ersetzen. Wir prüfen Umstellungsangebote gerätegenau und sagen Ihnen, was technisch nötig ist statt was sich gut verkauft.
Abschnitt 1
Was wir bei Umstellungsangeboten prüfen
- Gerätegenaue Kompatibilität: Welche vorhandenen PCs und Notebooks erfüllen die Windows-11-Anforderungen bereits oder mit geringem Aufwand (TPM, RAM, SSD)?
- Ersatzbedarf ehrlich gerechnet: Ist die angebotene Neuhardware bedarfsgerecht dimensioniert — oder eine Klasse teurer als nötig?
- Migrationsaufwand: Sind die veranschlagten Dienstleistungsstunden für Umzug, Software und Einrichtung marktüblich?
- Zeitplan und Risiken: Reihenfolge, Ausfallzeiten und die Frage, was mit Fachanwendungen passiert, die noch nicht freigegeben sind
- Restwert der Altgeräte: Aussortierte, funktionsfähige Hardware hat einen Marktwert — wir beziffern ihn, statt ihn zu verschenken
Abschnitt 2
Das ehrliche Ergebnis kann auch lauten: Kaufen Sie.
Unabhängigkeit heißt nicht, jedes Angebot schlechtzureden. Wo der Austausch technisch geboten und fair kalkuliert ist, bestätigen wir das schriftlich — dann entscheiden Sie mit Sicherheit statt mit Bauchgefühl. Wo nicht, liefern wir die Positionen für die Nachverhandlung gleich mit.
Abschnitt 3
Für wen sich die Prüfung besonders rechnet
Ab etwa zehn Arbeitsplätzen übersteigt das Einsparpotenzial einer gerätegenauen Prüfung fast immer die Prüfkosten: Jedes Gerät, das nachweislich weiterlaufen oder günstig ertüchtigt werden kann, spart einen kompletten Neukauf samt Einrichtung. Bei 20–30 Arbeitsplätzen geht es schnell um fünfstellige Differenzen.
Fragen & Antworten
Häufige Fragen zu diesem Thema
Windows 10 läuft doch noch — müssen wir überhaupt jetzt handeln?
Nach dem Support-Ende erhält Windows 10 keine Sicherheitsupdates mehr; für Unternehmen mit Kundendaten, Berufsgeheimnis oder Cyberversicherung ist der Weiterbetrieb ohne Übergangsplan ein reales Risiko. Handeln ja — aber geplant und geprüft, nicht in Panik zum erstbesten Pauschalangebot.
Unser Dienstleister sagt, keine unserer Maschinen sei Windows-11-fähig. Kann das stimmen?
Möglich, aber prüfwürdig: Häufig fehlt nur die TPM-Aktivierung im BIOS oder eine kleine Aufrüstung. Wir prüfen den Bestand gerätegenau anhand der Inventardaten — das Ergebnis ist eine Liste: läuft bereits, läuft mit Aufrüstung, muss ersetzt werden.
Bewerten Sie auch das Umstellungsangebot selbst, nicht nur die Hardware-Frage?
Ja — Hardwarepositionen, Dienstleistungsstunden, Lizenzkosten und Vertragskonditionen als Gesamtpaket, verglichen mit marktüblichen Projektpreisen in Berlin-Brandenburg. Genau dafür ist die Angebotsprüfung gebaut.
Was passiert mit unseren funktionierenden Altgeräten?
Die haben einen bezifferbaren Restwert — als Verkauf an Refurbisher, als Spende mit Beleg oder als Ersatzteilreserve. Wir ermitteln den Marktwert transparent; bei größeren Beständen deckt der Erlös einen spürbaren Teil der Umstellungskosten.
Umstellungsangebot auf dem Tisch?
Erst prüfen, dann unterschreiben — gerätegenau, unabhängig, schriftlich.